Wähle einen Beruf, den Du liebst ...

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... und Du brauchst keinen Tag in Deinem Leben mehr zu arbeiten. Was Konfuzius bereits vor über 2.500 Jahren sagte, setzte Firmengründer Wolfgang Höhing vor 50 Jahren in die Tat um. Seine Leidenschaft wurde zu seinem Beruf und Berufung zugleich. Nach seiner Ausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk wagte er 1968 den Weg in die Selbständigkeit. Bis heute ist der Seniorchef tagtäglich im Betrieb im Einsatz – und die nächste Generation ist mit Tochter Caroline Stadler-Höhing inzwischen seit 16 Jahren dabei.

Doch der Reihe nach. Nach dem Tod seines Vaters Karl Eugen Höhing übernahm Wolfgang Höhing den Malerbetrieb und startete mit einem Mitarbeiter. Nach einem Jahr wurde der Firmensitz nach Wernau verlegt. In der Plochinger Straße war das erste Domizil. „Das waren schon noch andere Zeiten als heute,“ erinnert sich Wolfgang Höhing. Dokumente wie eine alte Lohnabrechnung mit dem Stundenlohn in Höhe von 5,10 Mark weisen darauf hin.
Entwickelt hat sich in den vergangenen 50 Jahren natürlich sehr viel. Bereits in den frühen siebziger Jahren war die Firma technisch gut aufgestellt. Maler Höhing zählte zu einer der ersten Firmen, die eine Farbmischmaschine ihr Eigen nennen durfte.

Das war auch mit ein Grund, warum im Jahr 1977 ein Farbenhersteller bei Maler Höhing einen Werbefilm drehte. Bei dem dreitägigen Werbedreh stand Wolfgang Höhing mit Schauspieler Dieter Hallervorden vor der Kamera. Für Wernau war dies eine Sensation, für Malermeister Höhing ist es bis heute im Gedächtnis.  

Genauso wie seine zweite Leidenschaft. In den 1970er Jahren war Wolfgang Höhing als Rallyefahrer aktiv. Mit dem Motorsportclub Stuttgart wurde Höhing in der 1970er Jahren Deutscher Mannschaftsmeister ehe er sein Hobby an den Nagel hängte.

Zwischen 1978 und 1984 betrieben die Malerwerkstätten in der Kirchheimer Straße in Wernau auch ein Ladengeschäft. Mit dem Kauf des Gebäudes am heutigen Firmensitz war auch der Laden Geschichte. Stattdessen gab und gibt es bis heute einen Ausstellungsraum, in dem immer aktuelle Kollektionen gezeigt werden.

Seit dem Jahr 1985 sind die Wernauer Malerwerkstätten nun also in der Esslinger Straße angesiedelt. Nach der Vergrößerung des Betriebes waren zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zunächst standen am heutigen Standort der Umbau des Gebäudes an, um für die Anforderungen gewappnet zu sein und besten Service anbieten zu können.

Der nächste Einschnitt folgte 1991. Durch Zufall hatte Wolfgang Höhing erfahren, dass die Zukunft des Esslinger Traditionsunternehmen Beutel offen ist. Kurzfristig entschied sich Höhing, den heute fast 100-jährigen Malerbetrieb Beutel in Esslingen zu kaufen. Dort beschäftigt der Inhaber und Geschäftsführer der Beutel GmbH 14 Mitarbeiter, darunter einen Energieberater, der die Kunden in Sachen Vollwärmeschutz fachkundig berät.

Im Jahr 2002 kam Caroline Stadler-Höhing mit ins Team. Die gelernte Industriekauffrau ist inzwischen Geschäftsführerin des Familienbetriebes und erste Ansprechpartnerin für Kundschaft, Team und Lieferanten.


„Die Abwechslung machts“
Das findet auch Caroline Stadler-Höhing. Dies trifft auf alles in ihrem Leben zu. Die Mutter einer vierjährigen Tochter liebt ihren Beruf genauso wie das Familienleben.

Zu seinen Kunden zählt das Wernauer Unternehmen eine große Vielfalt. Die Familie mit dem Einfamilienhaus gehört genauso dazu wie Baugenossenschaften mit Wohnblocks oder  Gemeinden und Industriebetriebe. Dementsprechend groß ist natürlich auch das Spektrum, das der Fachbetrieb anbietet.
Ein Malerbetrieb muss heute weit mehr als Tapete und Farbe anbieten. Auch kommt dazu, dass die Auswahl, Anforderungen und Möglichkeiten in den einzelnen Sparten in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.
„Die Beratung hat immer mehr Stellenwert,“ macht die Geschäftsführerin deutlich. Wichtig dabei, dass man sich ständig weiter entwickelt. Das macht auch den Unterschied zu den vielen Mitbewerbern am Markt. Erfahrung und Wissen stehen später auch für qualitativ hochwertige Ausführung und glückliche, zufriedene Kunden. Familie Höhing hat viele Kundinnen und Kunden, die darauf bauen und genau wissen, dass sie sich bei den ausgeführten Arbeiten darauf verlassen kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es die Sanierung einer Garagenwand, Sicherheitsmarkierungen auf Parkplätzen, Arbeiten in denkmalgeschützten Objekten oder Neubauten sind.

Das Einzugsgebiet ist in den letzten 50 Jahren auch immer größer geworden. Weit über die Wernauer Grenzen hinaus ist das Team im Einsatz. Durch die verschiedenen Qualifikationen der einzelnen Mitarbeiter werden auch die zahlreichen Aufträge fachgerecht erledigt. Bei der Sanierung von Betonbauteilen, Vollwärmeschutz oder Industrieböden, die verschiedene Anforderungen und Richtlinien erfüllen müssen sowie Korrosionsschutz von Stahlkonstruktionen steht natürlich die Funktionalität im Vordergrund. Den optischen Stellenwert lassen die Meister aber auch nicht aus dem Blick.

„Ich weiß noch, als ich klein war und in unserem Ausstellungsraum ein paar Muster standen,“ erinnert sich Caroline Stadler-Höhing. Heute sind es ganze Kollektionen in den Bereichen Tapete, Fußbodenbeläge und auch Sonnenschutz. Bei der Wand- und Bodengestaltung gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Viele sind auch von den Begebenheiten bei der Kundschaft abhängig.

Im Ausstellungsstudio gibt es auch unzählige Musterplatten für Wände mit Designtapeten, Putz oder verschiedenen Farben. Sie zeigen, was möglich ist.

Gerne verlässt Stadler-Höhing ihren Schreibtisch, um beispielsweise die Wohnsituation der Kundschaft und der Lichteinflüsse vor Ort zu kennen. Verschiedene Charaktere von Bodenbelägen lassen sich im Zusammenspiel mit Möbeln anschauen. Wem das nicht ausreicht, erhält beispielsweise sein neues Wohnzimmer als Fotomontage. So kann sie die Kundschaft umfassend beraten.

Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen machen nicht nur die Chefin fit für die neusten Trends und Anwendungen sondern das ganze Team. Nur so hat das Führungsteam um Wolfgang Höhing und Caroline Stadler-Höhing eine schlagkräftige Mannschaft am Start.


Ausgezeichnete Arbeiten
Für die Fassadengestaltung in der Köngener Schubartstraße 10-20 hat der Fachbetrieb im Jahr 2003 den Preis des Landesinnungsverbands von Caparol erhalten. Viele große und kleine Projekte der letzten Jahre erhielten zwar keinen Preis, sind aber bis heute einzigartig.

Dies alles ist für die Malerwerkstätte Höhing weitaus mehr wert. Ausgezeichnete Arbeiten spiegeln sich auch in wiederkehrenden Projekten wie die Kontrolle eines Stadttunnels samt der gegebenenfalls nötigen Sanierung wieder. „Nur solange wir gut und zuverlässig arbeiten, haben wir derartige Aufträge und viel wichtiger, die Verträge werden verlängert,“ weiß Wolfgang Höhing. Schmunzelnd ergänzt er, „auch wenn es nach Arbeit aussieht – es ist keine. Denn das macht Spaß. Zufriedene Kunden sind das höchste Gut!“